Im Selbstverlag erfolgreich mit Bloggern

Was gehört zu den dringendsten Themen, die einen Autor im Selbstverlag bewegen? Neben einer spannenden Idee und einem stimmigen Konzept gehören ein professionelles Lektorat und das Buchmarketing zu den Top Themen, mit denen ein Selfpulisher sich beschäftigt. Ein erfolgreiches Marketing setzt sich dabei aus den unterschiedlichsten Maßnahmen zusammen.

Eine ideale Methode, um das eigene Buch bekannter zu machen, sind Buchblogger. Die Zahl der Blogs, die sich um Bücher drehen, steigt stetig an. Es werden neben Rezensionen und Autoreninterviews auch Tipps rund ums Schreiben veröffentlicht. Je nach Reichweite des Blogs kann eine Rezension einen deutlichen verkaufssteigernden Effekt haben. Die Blogger bekommen die Bücher oder ebooks kostenlos, viele schreiben auch bei Amazon eine Rezension.

Wie findet man den richtigen Buchblogger?

Bücherblogs sind durch die Google-Suche leicht auffindbar. Sie sind meist nach Themen kategorisiert, was man bei der Bewerbung um eine Rezension unbedingt beachten sollte.

  • Wählen Sie einen Blogger, der das richtige Genre bedient.
  • Schreiben Sie den Blogger erst an, bevor Sie ihm ein Buch oder eine Datei senden.
  • Verlieren Sie ruhig ein, zwei Sätze über das Blog und erklären Sie, warum Sie genau diesen Blogger ausgewählt haben.
  • Seien Sie geduldig, während Sie auf eine Antwort warten. Buchblogger haben meist viele Anfragen.
  • Nach einer Rezension: Nehmen Sie Kritik ernst, sich aber nicht zu sehr zu Herzen. Bleiben Sie in freundlichem Kontakt.

Wenn Sie diese Richtlinien beachten, dann klappt es auch mit den Bloggern. Finden Sie auf http://www.buchschreiben.com/ viele weitere Tipps, wie Sie als Autor im Selbstverlag erfolgreich werden können.

von Melanie Schultz

Gehen in der Nacht

IMG_1826 IMG_1827»Alles, was zu wissen ist, wird nachts herausgefunden. Alles, was zu wissen ist, wird allein herausgefunden.«
(Peter Handke, Kali)

Wie auf dem Titelbild halb versteckt zu sehen, spielt Kali auch bei Einar Turkowskis Nachtwanderin eine Rolle – zumindest als Reminiszenz. Ob es nun tatsächlich Kali ist, die als Madame Merlot des Nachts durch die Stadt wandert und Ordnung schafft, Spuren hinterlässt oder Zeichen setzt, bleibt unklar – wie so einiges rätselhaft bleibt, bleiben muss. Aber das macht die Sommernächte für die, die ihr folgen wollen und sollen nur noch spannender. Die Geschichte entfaltet sich auf zwölf Tafeln, zu denen federleichte Texte die ein oder andere Deutung anbieten. Die Zeichnungen sind in tiefstem indigoblau mit unglaublicher Präzision ausgeführt, sowohl technisch, als auch im Hinblick auf die detailreiche Darstellung der Stadt. Sehr lesens- und sehenswert und eine Verheißung für kommende, nachtdurchwanderte Sommer.

»Alles, was zu beobachten war, spielte sich in der Dunkelheit ab – tief in der Nacht.« (Einar Turkowski)

Einar Turkowski: Die Nachtwanderin. mixtvision Verlag München, 2015, Tafel 1
Peter Handke: Kali. Eine Vorwintergeschichte. 2007, S. 22

 

Zwei Filme für Weinliebhaber, Weinverächter und alle dazwischen

„Somm“ und „Somm: Into the bottle“. Empfehlung: Den besten Wein des Hauses richtig temperieren, Gläser bereitstellen – jetzt ist er dran!
Bei uns gab’s Riesling von der Mosel: Neefer Frauenberg von Franzen, 2014.
Viel Spaß :-))

 

Der Briefwechsel

IMG_1813287 Briefe von Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf – und was für welche. Ein toller Einblick in das professionelle Literaturgeschäft mit dem Kritiker und Redakteur, der für die Qualität seines Feuilletons und der von ihm herausgegebenen Anthologie eine Menge auf sich nimmt, selbst nicht ganz uneitel, und dem Dichter, der als Essayist Geld verdienen muss und sich so feinsinnig wie divenhaft gibt. Und das alles in einer so schönen wie zutreffenden, präzisen, selbstbewussten und gewandten Sprache, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Marcel Reich-Ranicki, Peter Rühmkorf: Der Briefwechsel. Wallstein Verlag, Göttingen (2015)

Apropos Saufen und Hamlet …

Heute bei uns um die Ecke: Graffiti auf Feuilletonniveau …

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… fehlt nur noch Heiner Müllers Hamletmaschine:

Soll ich // weil’s Brauch ist ein Stück Eisen // stecken in // das nächste Fleisch oder ins // übernächste // mich dran halten weil die Welt // sich dreht //

Herr, brich mir das Genick im Sturz von // einer // Bierbank.